Gesigora-Forum – Veranstaltungen

Steuerberater Martin Gesigora begrüßt die Gäste des 12. Gesigora FORUMS

12. Gesigora FORUM in Münster:
Lothar de Maizière referierte zur Geschichte der DDR und des Mauerfalls

Münster. Das Thema und der Referent des diesjährigen 12. Gesigora FORUMS am 9. Oktober 2019 hatte wieder großen Zuspruch gefunden. Über 150 Gäste waren gekommen, um eine Persönlichkeit zu erleben, die vor 30 Jahren - nach dem Mauerfall - am Wiedervereinigungsprozess unmittelbar beteiligt war: Dr. h.c. Lothar de Maizière, der als letzter Ministerpräsident der DDR Weltgeschichte mitgeschrieben hat.

Pünktlich um 18.30 Uhr trat Steuerberater Martin Gesigora im großen Saal des Hotels Kaiserhof zu Münster vor das Publikum und eröffnete die Veranstaltung.
Seine Ausführungen begann er zunächst mit einem Rückblick auf frühere Foren des gleichen Formats. Dabei sprach er allen Gästen seinen Dank für ihr Erscheinen aus.
Wörtlich sagte er: "Diese Abende haben sich erfreulicherweise zu einer renommierten Veranstaltungsreihe entwickelt, die von einer großen Zahl unserer Gäste immer wieder nachgefragt wird."

Dann verwies Gesigora auf einige geschichtliche Ereignisse: Er nannte den Versailler Vertrag, die Verkündigung der Weimarer Verfassung, den Beginn des zweiten Weltkrieges mit der Zerstörung Deutschlands und schließlich den Aufbau der Bundesrepublik. Mit dem Hinweis auf die DDR erwähnte er dann den Fall der Mauer. Dies war dann der themenbezogene Punkt, an dem er den Gastredner vorstellte.

Dr. Lothar de Maizière begann seine Erzählung mit dem Ereignis des Volksaufstandes am 17. Juni 1953. In diesen Tagen kam es in der DDR zu einer Welle von Streiks, Protesten und Demonstrationen. Als Hintergrund schilderte er, dass den Bedürfnissen der Arbeiterklasse im Rahmen eines "beschleunigten Aufbaus des Sozialismus in der DDR" nicht entsprochen worden sei. So habe ein Beschluss der SED, die Arbeitsnormen zu erhöhen, letztlich zum politischen Signal in der DDR-Bevölkerung geführt.
Der Mittelstand, die große Arbeiterschaft, fühlte sich drangsaliert und man forderte freie Wahlen sowie einen Rücktritt der Regierung.
Aufgrund der massiven Proteste habe die DDR-Regierung sich unter den Schutz der Sowjets begeben. So sei dann der Aufstand am Ende blutig niedergeschlagen worden.

Daraus, so de Maizière, habe die DDR-Regierung mit der "Architektur des Mauerbaus" begonnen, der dann am 13. August 1961 Wirklichkeit wurde.

Der prominente Gast in der ersten Reihe: Dr. h.c. Lothar de Maizière

Der Referent verdeutlichte dem Publikum, dass die sich weiter entwickelnden Geschehnisse so in eine "Architektur des Mauerfalls" am 9. November 1989 mündeten.
Die DDR-Bürger wollten die Freiheit. "Eigentlich war es kein Mauerfall, sondern wir haben die Mauer eingedrückt", erklärte de Maizière. Dann schlug er einen Geschichtsbogen zu der Zeit als er frei gewählter und zugleich letzter Ministerpräsident der DDR war und an seiner Seite eine junge, sehr intelligente Frau als stellvertretende Regierungssprecherin hatte: Angela Merkel.

Mit Michail Gorbatschow war de Maizière nach der Wiedervereinigung im Lenkungsausschuss des deutsch-russischen Forums "Petersburger Dialog";
beide waren Ko-Vorsitzende. Hierbei ging es um die Notwendigkeit - aus der Erkenntnis der Vergangenheit - dass eine gute und fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland von hoher Bedeutung sei.

Im Verlauf seines Vortrages zeigte de Maizière - der heute als Rechtsanwalt in Berlin arbeitet - noch viele Eckpunkte auf, an denen die Zuhörer den "roten Faden", wie er sich in der DDR-Bevölkerung entwickelte, erkennen konnten, der letztlich zur Wiedervereinigung führte. Auch die Rahmenbedingungen der Siegermächte Frankreich, USA, England und Russland seien eben günstig gewesen.

Blick in einen Teil des Publikums

Der Gastredner bei seinen Ausführungen

Gut gelaunt verfolgen die Zuhörer den Vortrag von de Maizière
Nach dem Vortrag stellte Raymond Wilbois als Moderator einige Fragen an den Gast aus Berlin.
Martin Gesigora bedankte sich bei de Maizière mit einem Buchgeschenk über den Westfälischen Frieden.
Fast schon traditionell war es, dass Ralf Gerlach dann für das Drogenhilfezentrum INDRO e.V. in Münster eine Geldspende von der Kanzlei überreicht bekam.
Während der Dank- und Schlussworte leitete Martin Gesigora zu seinem neuen Mitgesellschafter, dem Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Jörg Bosse, über, der sich dann in einer kurzen Ansprache den Gästen und Mandanten vorstellte.
Musikalisch wurde der Abend von Rolf Schorfheide (Gitarre) und Lars Motel (Jazz-Trompete) begleitet.

Bei einer Begegnung am Buffet hatten dann alle Teilnehmer der Veranstaltung die Gelegenheit zu weiterführenden Gesprächen.

 

 


 

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