Gesigora-Forum – Veranstaltungen

11. Gesigora-FORUM in Münster mit über 140 Gästen:
Dr. Jörg Krämer skizzierte Weltwirtschaft und Finanzmärkte

Münster. Die Veranstaltungsreihe der Steuerberatungskanzlei Gesigora ist schon traditionell. In diesem Jahr war es dem Veranstalter gelungen, den Chefvolkswirt der Commerzbank (Frankfurt), Dr. Jörg Krämer, für einen spannenden Vortrag über die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte zu gewinnen.

Zu Beginn stellte Steuerberater Martin Gesigora das gleichnamige Forum als sehr gut angenommene Plattform für Informationen und Diskussionen rund um das Wirtschaftsgeschehen heraus. In Anbetracht der politischen und wirtschaftlichen Situation habe man sich zu diesem Thema entschlossen, so Martin Gesigora.

Die wirtschaftliche Situation in der Bundesrepublik sei gegenüber dem europäischen Ausland beneidenswert. Hierfür nannte er die Exportüberschüsse, sinkende Staatsschulden und eine geringe Arbeitslosenquote. „Dass wir in Deutschland fast eine Vollbeschäftigung haben, ist letztlich auch einer soliden Politik geschuldet.“

Mit einem Blick auf das 500-jährige Jubiläum von Martin Luther zeigte der Kanzleiinhaber auf, dass schon um 1517 der Augustinermönch sich mit ökonomischen Themen auseinandergesetzt hat. Gläubiger sollten nach Luther nicht nur an den Gewinnen, sondern auch an den Verlusten partizipieren.

Nach einem Grußwort durch die Bürgermeisterin der Stadt Münster, Karin Reismann, in dem sie auch die innerstädtischen Erfolge rund um das Bahnhofsviertel vorstellte, trat Referent Dr. Jörg Krämer an das Rednerpult.

Zur Situation in China befand Dr. Krämer, dass dort eine Scheinstabilisierung erkennbar sei, die demnächst noch deutlicher würde. So hätten die Unternehmen in China vergleichsweise sehr hohe Schulden im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt entwickelt. Dazu müsse man wissen, so der Referent, dass die Regierung auch den Zugriff auf das Geld der Bürger habe, um dieses an Staatsunternehmen weiterzuleiten, die letztlich die Verschuldung hochgefahren haben. Er sehe aber keinen Crash, wie allgemein angenommen.

In den USA hält er die Wirtschaftspolitik zwar für ausgeglichen, jedoch sei der Protektionismus das riesige Problem. US-Präsident Donald Trump vertrete die Meinung, dass Freihandel ein Nullsummenspiel sei; dies bezeichnete Jörg Krämer als fatal. Trump würde sich aber auch nicht gerne mit China oder der EU anlegen aus Furcht, dass „zurückgeschlagen“ würde. „Vielleicht tobt der US-Präsident den Protektionismus an kleinen Ländern wie Mexiko aus.“

Ein weiterer Aspekt in der Gesamtbewertung sei, dass die Körperschaftsteuer in den USA relativ hoch liege - verglichen mit den meisten anderen Industrieländern.

„Eigentlich könnte sich Trump zurücklehnen, denn er hat das Amt mit einer Fast-Vollbeschäftigung übernommen.“

Mit Blick auf die EU ging Dr. Jörg Krämer zunächst auf die Bilanzfälschung von Griechenland ein, die dort zur Staatsschuldenkrise geführt habe und interpretierte hierzu die unterschiedlichen finanzpolitischen Strukturen.

Man dürfe nicht davon ausgehen, dass das Ende der Nullzins-Politik durch die Europäische Zentralbank (EZB) gekommen sei. Derzeit würden monatlich immer noch 60 Millionen Euro an Staatsanleihen gekauft. Es sei aber abzusehen, dass sich das in nächster Zeit ändere und diese Käufe zurückgefahren würden, da die EZB nicht mehr als ein Drittel deutscher Staatsanleihen halten dürfe, um nicht vor dem Europäischen Gerichtshof zu landen.

Sein Fazit: Gegen Ende 2018 würden die Käufe dann endgültig eingestellt. Wie sich dann die Zinspolitik darstellen wird, könne man nicht voraussagen. Mit einem Blick auf Italien formulierte er bei der Bewertung des Bruttoinlandsprodukts, dass deren Wirtschaft seit der Euro-Einführung nicht gewachsen sei.

Im Anschluss an den Vortrag stellte sich der Referent den zugespitzten Fragen von Moderator Raymond Wilbois.

Karin Reismann überreichte im Auftrag des Kanzleiinhabers Martin Gesigora einen Scheck in Höhe von 1.500 Euro an Dr. Wolfgang Schneider vom Institut INDRO, das sich als eingetragener Verein mit der Förderung qualitativer Drogenforschung, akzeptierter Drogenarbeit und rationaler Drogenpolitik beschäftigt.

In seiner Schlussrede bedankte sich Steuerberater Gesigora bei allen Mitwirkenden, die diese Veranstaltung möglich gemacht hatten. Hierbei erwähnte er speziell auch die Commerzbank Münster mit ihrem Engagement. Seinen besonderen Dank sprach er Rolf Schorfheide und Lars Motel für ihre musikalische Begleitung aus.


 


 

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