Gesigora-Forum – Veranstaltungen

Gesigora-Forum 2006:
Gesigora FORUM ist zur "Markenveranstaltung" geworden

Münster. Zum strategischen Kanzleimarketing gehört, nach Auffassung von Steuerberater Martin Gesigora, die regelmäßige Durchführung von Mandantenveranstaltungen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, denn am 17. Oktober 2006 konnte er das 3. "Gesigora FORUM" mit über 200 Gästen im Hotel Mövenpick zu Münster eröffnen.

In seinen Begrüßungsworten sprach Martin Gesigora seinen besonderen Dank gegenüber den Sponsoren aus: "Ohne die Unterstützung von Ihnen wäre der Rahmen einer solchen Veranstaltung nicht denkbar." Namentlich bedankte er sich bei Klaus Bongardt (Bereich Private und Business Banking, Dresdner Bank) und Michael Schirmeisen (Dresdner Bank Filiale Münster) für ihr Engagement. Ebenso erwähnte er in seinen Dankesworten die weiteren Sponsoren: das Unternehmen Ebertz & Partner, Köln; die Hildebrandt GmbH, Köln; die hmd-software ag, Andechs und die Northoff GmbH & Co. KG, Ahlen, sowie die Döring Bindetechnik GmbH & Co. KG, Ibbenbüren. Alle Firmen hätten sich, so Gesigora, dem Grundgedanken verpflichtet gefühlt, zur Information und Diskussion von Wirtschaftsgesprächen auf hohem Niveau beizutragen. Damit habe sich das FORUM inzwischen zu einer "Marke" entwickelt.

Martin Gesigora (rechts) bei seinen Begrüßungsworten.

Mit Jürgen Brandt, Richter am Bundesfinanzhof, München, und Präsident des Deutschen Finanzgerichtstages hatte sich FORUM-Gastgeber Martin Gesigora einen prominenten Redner auf das Podium geholt. Brandt ging vor den interessierten Zuhörern auf erhebliche Eingriffe in das Gerichtsverfassungs- und Prozessrecht ein, die auf Betreiben einiger Bundesländer in die politische Diskussion eingebracht worden sind und – so Brandt – "die Qualität des Rechtsschutzes zu Lasten der Bürger im hohen Maße beeinträchtigen".
Dazu gehöre insbesondere der trotz einhelliger Kritik immer noch nicht endgültig aufgegebene Gedanke einer Zusammenlegung der Finanzgerichte mit den Verwaltungs- und Sozialgerichten, der die Notwendigkeit gebündelten Expertenwissens für einen effektiven Rechtsschutz im Steuerrecht angesichts ständig fortschreitender Komplizierung dieses Rechtsgebiets missachte.
Auch das teilweise im politischen Raum befürwortete verfassungswidrige Vorhaben, den Rechtschutz in bestimmten Bagatellsachen generell auszuschließen, wie auch Beschränkungen der gerade zugunsten rechtsunerfahrener Bürger bestehenden gerichtlichen Pflicht, den streitigen Sachverhalt von Amts wegen aufzuklären, gefährdeten den Gerechtigkeitsanspruch der Steuerpflichtigen, so Jürgen Brandt.

Jürgen Brandt (links), Richter am Bundesfinanzhof, sprach über die Rechtsschutzgefährdung durch die geplante Justizreform. JProf. Dr. Michael Heise (rechts), Chefvolkswirt der Allianz Group / Dresdner Bank, sieht Deutschland derzeit im Aufwind.

In diesem Zusammenhang wies der Richter des Bundesgerichtshofes auf die Bedenken gegen Bestrebungen hin, die Einzelrichterentscheidung in der ersten Instanz über das bisher schon mögliche Maß hinaus zur nahezu unausweichlichen Regel zu machen. Zum einen führe ein verstärkter Einzelrichtereinsatz nach Erhebungen in der vergleichbaren Verwaltungsgerichtsbarkeit nicht zu einer Verkürzung der Verfahrensdauer; vielmehr wurden die höchsten Erledigungsquoten bei Gerichten mit niedrigen Einzelrichterquoten erreicht. Zum anderen garantiere das "Mehraugenprinzip" – so Brandt – auch ein höheres Maß hinsichtlich der Gerechtigkeitsgewähr der Entscheidungen. Der zwingende Charakter des Steuerrechts als Eingriffsrecht lasse schließlich die für andere Rechtsbereiche verstärkt die geforderte Förderung konsensualer Streitbeilegung nur in der Hand der Finanzrichterschaft zu, die schon seit jeher auf der Grundlage ihrer Vertrauen schaffenden Unabhängigkeit und Sachkompetenz in vielen Fällen mit Vorschlägen zu einvernehmlichen Beendigung steuerrechtlicher Streitverfahren beitrage und auch damit eine an Recht und Gesetz orientierte Gleichbehandlung der Steuerpflichtigen gewährleistete. Dem Vortrag folgte anschließend ein Überblick über weitere Reformvorstellungen zum Steuerprozessrecht.
"So schlecht steht Deutschland gar nicht da", formulierte der zweite prominente Redner des Abends, Prof. Dr. Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz Group, den derzeitigen Status der Republik. Heise ist der Meinung, dass die aus dem Ruder gelaufenen Fehlentwicklungen der 90er Jahre bei den Sozialbeiträgen, den Lohnkosten und bei der Staatsverschuldung auf die Volkswirtschaft keine allzu große Bremswirkung mehr hätten. Optimistisch bewertete er die Situation auch deshalb, weil es nach der Durststrecke – mit all ihren schmerzhaften Einschnitten – nunmehr bergauf gehe: "Die Früchte der Konsolidierung und der Reformen können jetzt geerntet werden."

Ralf Hildebrandt (links) im Gesräch mit Gästen des Gesigora FORUMs.

Anschließend begaben sich die beiden Redner in einen gegenseitigen Diskurs, wobei jeder seine Ergänzungen zur Lage und damit zum persönlichen Standort interpretierte. Für den Steuerberaterverband Westfalen-Lippe e.V. sprach Ralf Erhardt anerkennende Worte und überreichte dem Münsteraner Steuerberater ein Buchpräsent für seine Initiative. Danach lud Martin Gesigora die Anwesenden zum Abendimbiss ein, um – wie er gegenüber der Redaktion Profile deutlich machte – die Entwicklung der Netzwerke untereinander zu unterstützen. Die Bilanz des Abends war wiederum einhellig positiv. Der neue Termin für das kommende Jahr steht bereits fest: Am Mittwoch, 17. Oktober 2007, wird der Steuerberater zu seinem 4. FORUM wieder einladen. Geplant ist eine Talkrunde.

Stellen sich zur Verabschiedung nach einem gelungenen Abend dem Fotografen: (v.l.n.r.) Michael Schirmeisen, Martin Gesigora, Klaus Bongardt.

 


 

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